Montag, 25. November 2013Auf Leonardos Spuren
An einem Tag haben wir uns von Phuket aus mal ein total touristisches
Angebot "gegönnt", quasi als must-have. Wir haben eine Speedboattour
nach Phi Phi Island gemacht, inkl. eines Besuchs des berühmten Maya Bays
(an dem schon Leonardo DiCaprio in dem Film "The Beach" verweilte),
eines Monkey Beachs usw. Außerdem stand Schnorcheln auf dem Programm.
Eigentlich wurde uns die Tour als "exklusiv" verkauft, d.h. dass keine klassischen Touristenziele angefahren werden sollten (außer Maya Bay natürlich). Aber letztendlich waren wir genau da, wo die anderen Milliarden Thailandbesucher zur selben Zeit auch waren
Insgesamt war die Tour schrecklich, zumal wir an jeder Station nur ganz
wenig Zeit hatten (quasi ein "Klick" und weiter). Maya Bay hätte ein
wirklich schöner Ort sein können, wenn man ihn hinter den Massen an
Touristen hätte entdecken können. Diese touristische Ausbeutung hat uns
echt schockiert und wir hatten ein ganz schön schlechtes Gewissen, dass
wir da auch noch mitgemacht hatten. Schön war immerhin das Schnorcheln.
Es war das erste Mal für uns, dementsprechend überwältigend fanden wir
es, zwischen den Fischschwärmen umherzuschwimmen und (fast) alle aus dem
Aquarium bekannten Fische mal live zu sehen.
Dienstag, 26. November 2013Halbes Robinson-Crusoe-Feeling
Nachdem die Tage auf Phuket eigentlich mehr wie Urlaub auf dem Festland
waren, dachten wir uns, dass etwas Zeit auf einer echteren Insel nicht
schlecht wäre. So verschlug es uns nach Raya Island, einer noch nicht so
touristischen Insel. Wir fanden dort sogar zwei Strände, die wir
streckenweise fast für uns allein hatten. Hier hieß es wieder
Schnorcheln und Relaxen. Unser Bungalow lag direkt an Meer und Strand.
Es gab viele lustige Tiere zu sehen: Jeden Morgen begrüßte uns etwas mürrisch ein Waran im Vorgarten, viele bunte und große Schmetterlinge flogen um uns herum, lustige kleine Krebse, die in Muscheln wohnten (wie Schnecken), versuchten sich am Strand heimlich an uns vorbeizuschleichen, an den großen Krebsen schlichen wir uns dann heimlich vorbei ...
Montag, 2. Dezember 2013
Myanmar - Beobachtungen Geschrieben von Sandra+Willi
in 2. Station: Myanmar um
11:35
Kommentar (1) Trackbacks (0) Myanmar - Beobachtungen
Der Einreise in Myanmar sahen wir etwas angespannt entgegen, denn laut
Reiseführer sollte es strenge Kontrollen geben; beispielsweise sollten
einem die Handys abgenommen werden. Letztendlich war die Einreise ein
Klacks. Abgesehen von einem kurzen Blick in unsere Pässe kontrollierte
niemand irgendwas. Die Handys durften wir behalten; es gibt allerdings
derzeit noch kein Roaming für Ausländer. Dafür telefonieren und simsen
die Burmesen umso eifriger. Smartphones sind hier weit verbreitet und
das, obwohl es erst seit zwei Jahren Mobilfunk in Myanmar gibt.
Man hat uns darum beneidet, dass wir so etwas wie Ursprünglichkeit in Myanmar erleben würden. In mancher Hinsicht haben wir wahrscheinlich wirklich eine gewisse Ursprünglichkeit erlebt. Überall sieht man einfachste Hütten, Ochsenkarren, Felder, die per Hand und Tier bestellt werden. Viele Straßen sind unbefestigt, weshalb es sehr staubig ist. Die Infrastruktur insgesamt ist allerdings gar nicht so schlecht. Man kommt problemlos von einem Ort zum anderen, vorausgesetzt, man findet den richtigen Bus oder Pick-up (für die Einheimischen natürlich ein Kinderspiel, für uns manchmal eine Herausforderung). Wäsche liegt oder hängt zum Trocknen an allen möglichen Orten: auf dem Boden, in den Sträuchern, zwischen den Fahrbahnen, an den Autos ... Die Menschen treffen sich an zentralen Orten zum gemeinsamen Abhängen oder Spielen. Vieles befindet sich aber bereits im Umschwung: Der Longyi, das traditionelle Kleidungsstück, ist zwar noch weit verbreitet, aber man sieht auch nicht wenige, vor allem junge Leute, die Hosen tragen. Fahrräder wurden zu einem großen Teil von Mopeds verdrängt, die Luftverschmutzung ist beachtlich. Die wenigen Reichen fahren dicke Geländewagen und teilweise sogar Sportwagen, was einem angesichts der schlechten Straßen völlig absurd vorkommt. Die Herzlichkeit der Menschen ist teilweise einer profitorientierten Geschäftstüchtigkeit gewichen. Der Kapitalismus lässt grüßen. Vieles ist unverhältnismäßig teuer, insbesondere für Touristen. Die Hotelpreise stehen unserem in nichts nach, wobei die Sauberkeit teilweise zu wünschen übrig ließ. Generell türmt sich vielerorts der Müll; manche Straßen sind regelrecht mit Müll "gepflastert". Erstaunt hat uns die Offenheit, mit der manche Burmesen die Regierung kritisieren, was sicher nicht ganz ungefährlich ist. Wir als Touristen fühlten uns hingegen völlig unbehelligt. Männer in Uniform, falls man überhaupt welche trifft, lächelten uns sogar freundlich an. Insgesamt kamen wir uns vor wie das 8. Weltwunder. Es war eine verkehrte Welt. Wir übernahmen (etwas unfreiwillig) die Rolle der zu begutachtenden Objekte. Die Burmesen starrten uns an, riefen uns Hello hinterher, fragten, woher wir kommen, testeten ihre wenigen Englischkenntnisse an uns beziehungsweise versuchten, in einem Gespräch mit uns, ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Neben den unglaublichen Staublandschaften in der Gegend um Mandalay und Bagan war die Pagodenlandschaft einfach umwerfend. Man konnte keine 5m gehen ohne 10 neuen Pagoden zu begegnen. Ebenfalls beeindruckend waren die Anzahl und Arten von Buddhas. Es gab sie zu hunderttausenden in Miniaturform, bis zu 130m hoch bzw. lang, aus Holz, Bronze, Gold, Marmor, Bambus, in Höhlen, auf Bergen, in Unterkünften, ... Montag, 2. Dezember 2013Sagaing und Umgebung
Unsere erste Station war Sagaing, ein kleiner Ort in der Nähe von
Mandalay. Aufgrund der dortigen hohen Pagodendichte wird die Gegend auch
als Klein-Bagan bezeichnet. Von Sagaing aus haben wir diverse Ausflüge
unternommen. Begleitet haben uns dabei Mr. Maunty und sein Gehilfe.
An einem Tag ging es nach Mingun, wo wir einen monumentalen Ziegelhaufen und einen von vielen Fußabdrücken Buddhas bestaunen konnten:
Hier das Video zur Mönchsweihe. Nach der hier gezeigten Zeremonie machen sich die Anwesenden auf den Weg ins Kloster. Dort werden den jungen Burmesen die Haare abrasiert. Sie bleiben dann mindestens eine Woche im Kloster. Nach dieser Woche können sie selbst entscheiden, wie lange sie noch im Kloster leben möchten. In der Regel werden die Mönchsweihen nach dem November-Vollmond vorgenommen. Anlässlich dieses Vollmonds gibt es ein großes Fest in Myanmar (mit Rummel und allem Pipapo), bei welchem die Mönche neue Gewänder erhalten. In den Wochen davor wird dafür lautstark Geld gesammelt. Dazu werden an vielen Klöstern und Pagoden große Stände mit riesigen Boxen aufgebaut, wo von früh morgens bis spät in die Nacht hinein extrem laute Popmusik, traditionelle Musik oder Gebete abgespielt werden, um die Leute zum spenden zu animieren. Zusätzlich fahren noch LKWs, Pick-ups und Busse mit lautstarker Techno- und Popmusik durch die Straßen und auf den Fahrzeugen tanzen junge Burmesen wild herum. Für uns war dies einerseits Terror pur, andererseits aber auch sehr spannend, dieses Spektakel erleben zu dürfen. Das Video gibt einen schönen Eindruck von dem, was wir hier tagelang erleiden mussten: Am Abend sind wir noch auf den Sagaing-Hill gefahren, um von dort aus den Sonnenuntergang über Sagaing anzuschauen: Am nächsten Tag ging es nach Mandalay, das mit folgenden Attraktionen aufwarten kann:
Nach einer kleinen Stärkung bei einem vegetarischen Inder ging es weiter nach Ava, einst pompöse Hauptstadt, heute ein bedeutungsloses Dörfchen mit einem netten Holzkloster und ein paar hübschen Ruinen:
Nicht selten trifft man in Myanmar auf junge und alte (vornehmlich) Männer, die Kreisfußball spielen. Die groben Regeln sind in etwa so: X-Spieler stehen im Kreis und einer in der Mitte. Der Ball wird vom ersten Randspieler zu dem Spieler in der Mitte gekickt. Dieser muss den Ball zum nächsten Randspieler kicken, welcher den Ball wiederum in die Mitte spielen muss. Das Ganze macht man so elegant wie möglich. Fällt der Ball zu Boden, muss der nächste Spieler in die Mitte. Auf dem Weg von Mandalay nach Ava stießen wir auf ein Turnier. Leider kamen wir nicht groß zum Filmen, da wir schnell von Kindern umzingelt wurden, die unbedingt ein bzw. dutzende Fotos von sich sehen wollten. Und wer kann schon Kinderwünsche abschlagen ... Bei unserer Fahrradtour nach Amarapura gab es zwei Highlights: ein toller Sonnenuntergang auf der ehemals vergoldeten U-Bein-Brücke und extrem-voyeuristische Touristenmassen bei einer Mönchsspeisung:
Dienstag, 3. Dezember 2013Monywa
Nach Sagaing ging es nach Monywa zu Riesenbuddhas und einer skurrilen
Pagode. Die Fahrt dorthin war ein Erlebnis für sich: Massen an kotzenden
Einheimischen inklusive Kotztütenweitwurf.
Am nächsten Tag haben wir uns die Uferpromenade und den Nachtmarkt von Monywa angeschaut:
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||