Dienstag, 4. März 2014Überfahrt von der Südinsel zur Nordinsel und Wellington
Die Überfahrt nach Wellington fand bei ziemlich trübem Wetter statt.
Dennoch boten die Marlborough Sounds, durch die uns unser Weg lange Zeit
führte, einen tollen Anblick. In Wellington wurden wir mit Regen
begrüßt. Zum Glück besserte sich das Wetter in den darauffolgenden
Tagen, so dass wir die neuseeländische Hauptstadt ungestört erkunden
konnten.
Sonntag, 9. März 2014Nordinsel: Mount Taranaki und Waitomo Caves
Nach Wellington machten wir uns auf zu den mit Spannung erwarteten
Vulkanlandschaften der Nordinsel und wurden nicht enttäuscht. Schon der
Mount Taranaki im Westen mit seinem nahezu perfekt geformten Vulkankegel
war sehr beeindruckend. Majestätisch einsam ragt er mitten in der
Landschaft empor. Auf einer abenteuerlichen Wanderung zu seinem
Nebengipfel (dem Fantham's Peak), bei der wir einen Auf- und Abstieg mit
über 45° Steigung überleben mussten, sind wir ihm ganz nahe gekommen.
Im Anschluss an diese Tour gönnten wir uns ein etwas seichteres Programm
und machten Glühwürmchen-Sightseeing in den Waitomo Caves.
Mittwoch, 12. März 2014Nordinsel: Tongariro Nationalpark
Von den Vulkanen hatten wir noch lange nicht genug. Deshalb ging's nach
den Waitomo Caves weiter in den Tongariro Nationalpark, der gleich mit
mehreren Vulkanen, Kratern und einer wüstenähnlichen Mondlandschaft
aufwarten kann. Die berühmteste und womöglich beliebteste Tageswanderung
Neuseelands ist der Tongariro Crossing Track, den wir uns nicht
entgehen lassen wollten. Auf 20km führt der Track über erloschene
Lavaströme, vorbei an dampfenden Kratern und teilweise sogar durch sie
hindurch (der letzte Ausbruch fand übrigens 2012 statt). Somit ist es
nicht verwunderlich, dass zu Hochzeiten, wie an unserem Tag, bis zu
1000(!) Wanderer unterwegs sind. Wohl der Bekanntheit geschuldet, trifft
man nicht selten auf Wandergesellen, die wie zum sonntäglichen Kirchen-
oder Parkspaziergang gekleidet und ausgestattet sind (Sonntagsbluse,
Jeans, Sneakers und, wenn auch selten, gar mit Sandalen). Leider trübten
die Massen an Leuten den Spaß ein wenig. Wir zogen streckenweise im
Gänsemarsch durch die Landschaft. Die Wege waren teilweise so eng, dass
man anhalten musste, um schneller Laufende passieren zu lassen. Immer
wieder trafen wir auf singende und wild kreischende Jugendliche, die
einen nicht passieren lassen wollten. Insgesamt eine tolle Wanderung,
aber eindeutig zu viele Menschen. Willi hat sich das Ganze am nächsten
Tag noch einmal angetan und einen der Vulkane bestiegen. Eine weitere
Wanderung führte uns zu den Tama Lakes, zwei Kraterseen in
Mondlandschaft.
Mittwoch, 12. März 2014Nordinsel: Klettern und Entspannen auf der Coromandel-Halbinsel
Nachdem wir den Tongariro Nationalpark ausgiebig kennengelernt hatten,
zogen wir weiter in Richtung Norden, vorbei am Lake Taupo, dem größten
See Neuseelands. Wir passierten Rotorua, bekannt für seinen penetranten
Schwefelgeruch, und die angrenzenden Thermalgebiete, in denen es
Geysire, heiße Quellen und viele andere geologische Attraktionen zu
bewundern gibt. An der Küste angelangt, führte uns unser Weg zur schönen
Coromandel-Halbinsel, wo wir eine spannende Regenwaldwanderung
unternommen haben, bei der nicht immer klar war, wo genau der Weg ist.
Neben einigen Tagen Chillen an einem idyllischen Badestrand genossen wir
auch die Besteigung der zerklüfteten Felsen 'The Pinnacles', von denen
man eine tolle Aussicht auf die beiden Küsten der Coromandel-Halbinsel
und das schöne Kauaeranga Valley hat und bei der unsere
Kletterfähigkeiten gefordert waren.
Mittwoch, 12. März 2014Nordinsel: Karikari Halbinsel, Ninety Mile Beach und Muriwai Beach
Von der Coromandel-Halbinsel fuhren wir weiter in den Norden entlang
einsamer und idyllischer Traumküsten, statteten der Bay of Islands einen
kurzen Besuch ab und quartierten uns auf der Karikari Halbinsel ein,
die wunderschöne Strände zu bieten hat. Im Anschluss ging's in den
äußersten Norden der Nordinsel zum Cape Reinga und zum Ninety Mile
Beach, einem Strand, der seinen Namen nicht ganz zu Recht trägt, da er
'nur' knapp 90km lang ist. Man kann ihn mit einem Geländewagen gut
befahren. Leider nix für unseren Camper.
Dort gibt es riesige Sanddünen, die kilometerweit ins Landesinnere
hineinreichen und zum Sanddünensurfing einladen. Kurz bevor es in die
heimliche Hauptstadt Neuseelands und damit bereits in Richtung
Australien ging, ließen wir es uns am Muriwai Beach, einem
Surfer-Paradies noch einmal so richtig gut gehen.
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